
Info:
Bereits im Grundschulalter Anfang der 1980er entdeckte der Augsburger Grizu seine Liebe zur Musik. Sonntags wurden immer die Billboard Charts vom amerikanischen Radiosender AFN aufgenommen, am Freitag die Top10 auf BR3 und montags die beiden Sendungen Formel1 und Live aus dem Schlachthof im TV. Schon damals sollte die Musik nahtlos laufen und so wurde per Hand mit Hilfe eines Bleistifts nach jedem Song das Tape eine halbe Umdrehung zurück gedreht, damit die nächste Aufnahme ohne Pause gelang. Am Anfang waren Radio, TV und Tapedeck auch noch nicht verbunden, sondern ein Kassettenrecorder mit eingebautem Mikrofon wurde direkt an die Lautsprecher von TV oder Radio gestellt um die Musik aufzunehmen. Die ersten Vinylscheiben kamen aus den Jukeboxes familiärer Gastronomiebetriebe, denn beim regelmässigen Wechsel der 7" Singles konnte man die alten Scheiben für 50 Pfennig bis 1.- DM super günstig kaufen. Dafür verzichtete der kleine Junge gern auf Süssigkeiten, YPS Hefte oder Spielzeug.
Bereits im Kindergarten wurde der Grundstein einer Musikkarriere gelegt. Seit diesem Zeitpunkt wurde in mehreren Chören gesungen. Auch eine klassische Klavierausbildung blieb nicht aus, jedoch wurde das Klavier nach der Konfirmation durch einen E-Bass ersetzt. Zum selben Zeitpunkt wurde auch Gesang immer unattraktiver und Grizu vom HipHop Virus infiziert. Zwar noch immer aktiv in verschiedenen Punkrock, Heavy Metal-, Psychobilly- und Jazzbands, versuchte sich der junge Wilde auch an eigenen Raptexten. Bis heute gab es einige Releases und diverse Kollabos weltweit, z.B. mit dem langjährigen Crewpartner DJ Illegal und den Snowgoons auf einem Remix für das German Snow Album zusammen mit Edo G. aus den USA.
Durch die immer größer gewordene Plattensammlung wurde Grizu eher zufällig zum DJ, als aus dem Freundeskreis die Anfrage kam ob er nicht auflegen möchte, weil sonst keiner die ganzen Platten besaß. Danach gab es sofort den ersten Job als Resident jeden Freitag in einem Augsburger Club. Nach dem Sieg bei einem DJ-Battle in München wurde dann auch recht bald das erste Set für zu Hause gekauft. Natürlich wackelige Plastikturntables mit Riemenantrieb, weil man ja kein Geld und keine Ahnung hatte. Schnell war er dann nicht mehr nur einer der aktivsten und talentiertesten Freestyle-Rapper in Deutschland, sondern auch angesehener DJ. So kann Grizu zusätzlich auf Touren und Shows in ganz Europa als DJ für diverse Liveacts (national und international) zurück blicken. Auch im Trendsportbereich (BMX, Skateboard, Snowboard) gibt es ein große Liste an Referenzen von ISPO über diverse Titus Partys bis zu Snowboardmovie Premieren verschiedener Crews und natürlich Filmup Deutschland Finale, sowie unzählige Contests im In- und Ausland.
Heute ist das Equipment auf dem aktuellsten Stand und neben richtigen Turntables, stehen natürlich auch eine Menge Midicontroller. Zwar produziert Grizu nebenbei eigene Tracks oder Remixe für befreundete Künstler und rappt hier und da noch, aber das Herz hängt am Deejaying. Hier gibt es täglich neues zu entdecken und auszuprobieren. Wie heißt es doch so schön, Kreativität kennt keine Grenzen! Da wird dann auch mal ein VCI-300 als Ersatz für den Drumcomputer zweckentfremdet oder andere verrückte Ideen umgesetzt. Musikalisch gibt es trotz, oder gerade wegen der HipHop Roots keine Grenzen mehr für Grizu. Was live im Club passiert weiß niemand vorher, daß es rockt und auch ein breites Publikum begeistert ist jedoch garantiert.
Nach jahrelanger Residentschaft im legendären Kerosin Club wurde Grizu einer der Vorreiter der Dubstep Bewegung die er seit 2006 im Schwarzes Schaf Klub in Augsburg erfolgreich vorantreibt, u.a. mit den We Love Bass Events. Aber wie gesagt Genregrenzen gibt es nicht und je nach Event kann von HipHop über Mashups, Bailefunk, Fidget House bis Drum'n'Bass alles im Set landen.
Neue Strömungen und Stile werden sofort aufgenommen, ohne dabei kurzlebigen Trends und Hypes zu erliegen. In verschiedenen Projekten, z.B. Aektschn Disco, gibt es zusammen mit anderen Musikern und DJs auch klassisches Turntablism und modernen Controllerism kombiniert zu erleben. Warum nur langweilig zwei Tracks mixen, wenn man heute auch Plattenspieler, Midicontroller und Instrumente wie Sampler und Synthies in einem DJ-Set verbinden kann?!










